Anlagenplanung, Bemessung und Genehmigung
Im Vorfeld jedweder Bau- und Installationsaufgabe führen wir eine komplette
Anlagenplanung und Anlagenauslegung durch, die auf Ihre
Wärmebedarfsanforderungen und auf Ihr Gebäude zugeschnitten ist. Dazu gehört
vor allem zunächst die Wärmebedarfsberechnung Ihres Gebäudes (Norm-Heizlast
nach DIN EN 12831, DIN V 4701, DIN V 18599) und die Auslegung der
Wärmequelle im Untergrund nach VDI 4650 bei Erdwärmesonden oder bei
Flachkollektoren. Sofern größere Anlagen (z.B. in Industrie-, Gewerbe-, oder Behördenbauten
oder in größeren Wohnanlagen installiert werden sollen, wird die
Anlagenauslegung durch numerische Simulationsrechnungen durchgeführt.
Grundwasseranlagen berechnen wir ebenfalls mit numerischer Modellsimulation, die
dann auch Auskunft über den Wärmefluss im Untergrund ergibt.
Im Anschluss an die Anlagenplanung und -auslegung erstellen wir die
Genehmigungsunter-lagen und reichen diese bei den zuständigen Behörden
(Wasserbehörden, Bergämter) zur Genehmigung für Sie ein.
Qualitätssicherung und Bauüberwachung
Eine ordnungsgemäße Qualitätssicherung und die Überwachung der Bau- und
Installationsarbeiten stellt sicher, dass Sie eine langjährig
funktionstüchtige Anlage erhalten. Dafür bürgen wir mit unseren geschulten
Fachkräften, Ingenieuren und Geologen.
« Letztendlich entscheidet die fachgerechte Installation einer Erdwärmeanlage über deren langjährige Betriebssicherheit und Betriebskostenersparnis, denn nur richtig ausgelegte und fachgerecht installierte Anlagen gewähren dies und bewahren Sie vor künftigen Schäden.
»
Tiefbohrungen für vertikale Sondenanlagen
Erdsondenanlagen erstellen wir mit Doppelkopf-Bohranlagen bis zu Bohrtiefen von
ca. 150 m in allen Gesteinsschichten. Die Bohrungen werden mit einem
Mindest-Bohr-Durchmesser von 150 mm durchgeführt und erfolgen immer unter
Bauaufsicht durch einen Geologen, um Änderungen der Gesteinseigenschaften
und der Grundwasserverhältnisse rechtzeitig zu erkennen. Das geschulte Bohrteam
baut die Erdsonden (meist Doppel-U-Rohrsonden aus PE) anschließend fachgerecht
ein und zementiert diese mit hochwärmeleitfähigem Zement/Bentonit-Gemisch. Da
die vertikalen Erdwärmesonden Bauwerke in der Tiefe sind, ist besonders beim
Sondeneinbau auf korrekten Bauablauf zu achten.
Die Erdsonden sind nach Einbau nicht mehr zugänglich und müssen unbedingt
fachgerecht gebaut sein, um bestimmungsgemäß und langjährig Wärme für die
Wärmepumpe zu liefern.
Thermal Response Tests
Der Thermal Response Test (TRT) dient der Ermittlung der effektiven thermischen
Leitfähigkeit des Untergrundes an einer vertikalen Erdsonde, um bei größeren
Anlagen (z.B. > 30 KW) die im Vorfeld durchgeführte und gerechnete
Anlagenbemessung zu eichen bzw. zu optimieren. Der Test wird über einen
Zeitraum von mehreren Tagen (meist 72 Std.) durchgeführt wobei ein definierter
Wärmeeintrag in den Untergrund eingebracht wird und die thermische Antwort
("response") gemessen und ausgewertet wird. Damit erhält man die
effektive Wärmeleitfähigkeit der anstehenden Gesteinsschichten an Ort und
Stelle und kann größere Erdwärmeanlagen bedarfsmäßig richtig
dimensionieren.
Der Thermal Response Test ist bei größeren Erdwärmeanlagen unverzichtbar,
da durch die richtige Dimensionierung der Anlage wesentliche Kosten gespart
werden und eine Überdimensionierung (die keinen Vorteil bringt) unterbleibt.
Flachkollektoranlagen und Energiekörbe
An Standorten wo es nicht möglich ist vertikale Erdwärmesonden niederzubringen
(z.B. in Wasserschutzzonen) besteht die Möglichkeit Erdwärme über Flachkollektoranlagen oder Erdwärmekörbe zu nutzen.
Flachkollektoren werden in 1,2 - 1,5 m Tiefe nach entsprechendem Bodenaushub
verlegt. Der Einbau von Erdwärmekörben erfolgt entweder in offenen Gruben bis
ca. 4 m Tiefe oder mittels Schneckenbohrungen bis zu Tiefen von 5-6 m je nach
technischer Ausführung der Körbe.
Bei der Installation von Flachkollektoren können auch
Direktverdampferanlagen eingesetzt werden, die letztendlich eine bessere
Anlagen-Arbeitszahl ergeben
als Sole/Wasser-Anlagen.
Energiepfähle
Energiepfähle werden dort eingesetzt, wo aus erdstatischen Gründen Gebäude Pfahlgründungen
erfordern. Die in die Tiefe reichenden Pfähle werden am Außenrand des Pfahlkorbes mit Kollektorleitungen
ausgerüstet und mit dem Pfahlkorb in das Pfahlbohrloch zementiert. Dadurch nutzt man die Bohrungen der
Pfahlgründung gleichzeitig für die Gewinnung von Erdwärme. Die Pfähle können bis
in Tiefen von 40-60 m reichen, je nach Anforderung an die Gründung des
Bauwerks. Energiepfähle
müssen durch unsere Ingenieure und Geologen gesondert numerisch berechnet und ausgelegt werden, damit die
eigentliche Funktion der Pfähle als Gründungselement thermisch durch die
Erdwärmegewinnung nicht negativ beeinflusst wird.
Horizontale Anbindung und Verteilersysteme
Im Anschluß an den Einbau von vertikalen Erdsonden oder horizontalen Korb- und
Kollektorsystemen führen wir die Anbindung der Einzelleitungen über die
Verteileranlage an die Wärmepumpe durch. Die Anbindung der PE-Einzelleitungen
wird mit geprüften Fachkräften im Elektroschweißverfahren vorgenommen. Hier
ist besonders darauf zu achten, daß Schweißmuffen richtig verschweißt und
ausgeführt sind um Leckagen zu vermeiden. Außerdem müssen die Einzelleitungen
richtig angeschlossen sein, so daß die ordnungsgemäße Funktion der Vor- und
Rücklaufleitungen sichergestellt ist..
Nach kompletter Zusammenführung und Verteiler-Installation erfolgt die
abschließende Druckprüfung des Gesamtsystems zur Abnahme.
Wärmepumpeninstallation
Die von uns eingesetzten Wärmepumpen für die Erdwärmeanlage sind immer auf
die Anforderungen Ihres Bauvorhabens abgestimmt. Unsere
Installations-Fachhandwerker schließen die gesamte Wärmepumpenanlage und
die entsprechenden Speichereinheiten und Armaturen an die Heizungsanlage und an die
Sondenanlage an.
Wir arbeiten ausschließlich mit namhaften Wärmepumpenherstellern zusammen,
die die Inbetriebnahme der Wärmepumpe aus Gewährleistungsgründen immer selbst
durchführen.
Einbau von Heizungssystemen
Die wirtschaftlichste Leistungsfähigkeit einer Erdwärmeanlage erhält man am
besten durch Fußbodenheizungssysteme. Daneben können auch andere
Flächenheizungen wie z.B. Wandheizungen oder bauteilaktivierte Heizungen in
Frage kommen. Unsere Installateure bauen für Ihr Vorhaben, sei es Umrüstung
eines Bestandsbaus oder ein Neubau, jedwede Heizungsvariante in Ihr
Gebäude ein, die zu dem geplanten Erdwärmesystem passt..
Mehr über Heizungssysteme erfahren Sie über den nachfolgenden Link.
Systeme zur Gebäudekühlung
Erdwärmeanlagen eignen sich neben dem Einsatz für Heizzwecke auch hervorragend zur Gebaudekühlung. Wir planen und installieren komplette Kühlanlagen für Ihr Gebäude.
Nehmen Sie bitte hierzu mit unseren Fachingenieuren Kontakt auf.
|
Sie erhalten von uns alle Leistungen für den Einbau einer Erdwärmeanlage vom ersten Bleistiftstrich zur
Anlagenauslegung über die Genehmigungen, die Durchführung von Tiefbohrungen, die Installation
der passenden Wärmepumpe bis letztendlich hin zur Heizungsinstallation aus einer Hand.
Als Komplettanbieter wollen wir Ihnen in Verbindung von
Ingenieurverstand und hochwertiger handwerklicher Arbeit die bestmögliche Anlagenqualität
liefern, damit Sie langjährig Freude an der kostengünstigsten Energieform der
heutigen Zeit haben.
Wir können unsere über 20-jährige
Erfahrungen geologischer und ingenieurtechnischer Sachverhalte bei Ihrem
Bauvorhaben für Sie einbringen.
Durch unsere Ingenieure und Geologen werden die Tiefbauarbeiten sowie auch die
Verlege- und Installationsarbeiten kontinuierlich bautechnisch überwacht und
geprüft um den Anforderungen unserer Qualitätssicherung gerecht zu werden.
Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir beraten Sie gerne und unverbindlich.
|